CDU Stadtverband Dassel blickt auf ereignisreiches Jahr zurück
Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung des CDU Stadtverbandes Dassel in Bartel-Scheune in Deitersen statt. Neben den Mitgliedern konnte der Vorsitzende Joachim Stünkel auch den CDU Landratskandidaten Thorsten Kühn begrüßen. Die Mitglieder waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzu-blicken und die Weichen für die zukünftige Arbeit zu stellen.
Anteilsvoll gedachte die Versammlung der verstorbenen und verdienten Mitglieder Bärbel Deppe, Helga Ebeling, Werner Pohl, Albert Stünkel und Helmut Wollenweber.
Das Protokoll vom 22.01.2025 wurde einstimmig genehmigt.
In seinem Bericht ging er auf die politischen Entwicklungen des vergangenen Jahres ein und hob insbesondere die kommunalpolitischen Herausforderungen sowie die engagierte Arbeit der Mitglieder in den kommunalpolitischen Gremien der Stadt und des Kreises hervor. Dabei wurde deutlich, dass der Stadtverband auch weiterhin eine aktive Rolle in der Gestaltung der lokalen Politik einnehmen möchte.
Im Anschluss folgte der Bericht aus den Fraktionen, in dem aktuelle The-men aus dem Stadtrat vorgestellt wurden. Schwerpunkte waren unter anderem Infrastrukturmaßnahmen, die Unterstützung der Feuerwehr, die Weiterentwicklung der Ortsteile sowie die finanzielle Situation der Kom-mune. Der Vorsitzende Joachim Stünkel betonte aus der Gruppe Perspek-tive, in die die CDU integriert ist, die Bedeutung einer sachorientierten Zusammenarbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Es wurden gerade in der letzten Zeit eine Reihe von Initiativen entwickelt: Eine Veranstaltung mit der Wirtschaftsförderung Region Göttingen und Northeim, hiesigen Unternehmern, Verwaltung und Vertretern der Politik war gut besucht und konstruktiv. Die Perspektive brachte weiter eine Diskussion über die Lage der Gastronomen und der mangelnden Cafés auf den Weg. Hierzu wird auch zu einem Gesprächskreis seitens der Verwal-tung eingeladen. Der Vorsitzende lobte die hervorragende Arbeit der Perspektive und die vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammen-arbeit.
Anschließend ging der Vorsitzende Joachim Stünkel auf die Kommunal-wahl ein. Er berichtete über die Unterstützung des bisherigen Bürger-meisters Sven Wolter zur nächsten Kommunalwahl.
Dieser habe fünf Jahre Erfahrung gesammelt, sei jung und voller Taten-drang und werde mit dem neuen Rat Dassel weiter nach vorn bringen.
Der Vorsitzende bat die Mitglieder, bei der Vorbereitung der Kommunal-wahl mitzuhelfen.
An dieser Stelle rief der Vorsitzende interessierte Frauen und Männer im Stadtgebiet auf, für die CDU auf der Liste für den Orts- und Stadtrat zu kandidieren. Gern würde man vertrauensvolle Gespräche dazu führen. Er stände hierzu immer bereit.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war der Kassenbericht. Der Schatzmeister Lars Messerschmidt legte die finanzielle Situation des Verbandes transparent dar, woraufhin die Kassenprüfer eine einwandfreie Führung bestätigten. Die Versammlung entlastete den Vorstand einstimmig.
Bei der anschließenden Wahl wurde Anna-Lena Lange einstimmig als neue Schriftführerin gewählt.
In der offenen Aussprache nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, aktuelle Themen anzusprechen und Anregungen für die zukünftige Arbeit zu geben. Diskutiert wurden unter anderem Fragen der regionalen Entwicklung, der Mobilität sowie der Stärkung des ländlichen Raums.
Mittelpunkt der Veranstaltung war das Referat des CDU-Landratskandida-ten Thorsten Kühn zur Kreispolitik. Er bedauerte die Schließung der Ärztlichen Bereitschaftspraxis in Einbeck.
Zum 1.Februar 2026 hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen die Bereitschaftspraxis am Bürgerspital in Einbeck geschlossen. Offizieller Grund waren die niedrigen Patientenzahlen sowie die geplante Bündelung des Dienstes in Northeim. Diese Schließung hat viele Menschen verunsichert. Entscheidungen ohne Konzept, ohne Rücksprache, ohne Blick auf die Menschen vor Ort wurden auf dem Papier beziehungsweise in Hannover gefällt. Als CDU-Kreistagsfraktion sagen wir unmissverständlich: „Dies wollen wir so nicht hinnehmen! Wir stehen im Schulterschluss mit den Stadtratsfraktionen Einbeck und Dassel. Solange ich Verantwortung trage, werde ich mich in Hannover dafür einsetzen, dass es keinen weiteren Abbau medizinischer Versorgung im ländlichen Raum geben darf.“
Nun zum Thema Bevölkerungsschutz: Beim geplanten Multifunktions-zentrum für den Bevölkerungsschutz (MFZ) geht es nicht schnell genug voran und das, obwohl die Risiken steigen. Der Landkreis Northeim plant seit geraumer Zeit ein Multifunktionszentrum für den Bevölkerungsschutz. Hintergrund sind zunehmende Krisenlagen, Naturereignisse und der Bedarf an moderner verlässlicher Krisenkoordination. Der CDU-Landratskandidat Thorsten Kühn führt weiter aus, dass der Kreistag bereits im April 2025 den endgültigen Beschluss gefasst hatte. Favorisiert wird inzwischen eine Eigenrealisierung am Standort Hans-Holbein-Straße. Das MFZ soll unter anderem moderne Lage- und Stabsräume, autarke, technische Versorgung, Schulungsräume und Flächen für den Fachbereich Brand – und Katastrophenschutz enthalten. Leider wird die Alternative eines Investorenmodells wohl nicht weiterverfolgt. Dies sei aber das einzige Modell, was uns in absehbarer Zeit ins Ziel bringen kann. Parallel gäbe es politische Diskussionen, ob das MFZ mit der geplanten Machbarkeitsstudie für das Feuerwehrtechnische Zentrum FTZ verzahnt werden solle. Diese Frage ist noch offen und deren Diskussion verzögert die Realisierung weiterhin. Für die CDU ist klar, dass ein leistungsfähiges MFZ kein Luxus, sondern vielmehr eine Notwendigkeit darstellt. Die letzten Jahre – von Starkregen bis zu globalen Krisen – haben gezeigt, wie wichtig schnelle Koordination und Autarkie im Ernstfall sind. „Als Landrat werde ich genau das tun: Sicherheit vorne anstellen. Entscheidungen treffen. Tempo machen.“
Nun zu dem Thema Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder der ersten Klassenstufe und schrittweise bis 2029 für die Klassenstufen eins bis vier. Wichtig für den Landkreis ist, dass auch während der Ferienzeiten ein Anspruch besteht, sofern Angebote der Jugendarbeit mit eingebunden seien. Dieses wurde durch den Bundestag ausdrücklich klargestellt. Gleichzeitig hat der Landkreis festgestellt, dass gerade die Ferienbetreuung der größte offene Baustellenbereich ist. Städte und Gemeinden arbeiten seit 2025 gemeinsam an Lösungen. Der Ausbau ist also nicht nur eine staatliche Aufgabe – er sei eine Gemeinschaftsaufgabe. Abschließend sagte der Landratskandidat Thorsten Kühn: „Wir schaffen Ganztags -und Ferienangebote, die funktionieren – auch im ländlichen Raum. Mit starken Partnern, weniger Bürokratie und mehr Mut zur Umsetzung. Dazu stehe ich.“
Anschließend gab es eine rege Diskussion.
Als Dank für sein Kommen überreichte Joachim Stünkel eine kleine Schale mit heimischen Produkten.
Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich der Vorsitzende bei allen Mitgliedern für ihr Engagement und rief dazu auf, sich auch weiterhin aktiv in die politische Arbeit einzubringen.
Mit Blick auf die kommenden Monate zeigte sich der CDU-Stadtverband Dassel motiviert, die anstehenden Herausforderungen engagiert anzugehen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger weiterhin verantwortungs-voll zu vertreten.
Die Jahreshauptversammlung endete in geselliger Runde, die Raum für persönlichen Austausch und vertiefende Gespräche bot.
Zum Abschluss sang man die Nationalhymne und verabschiedete sich.